Die mittlerweile 5. Photo­grapher’s Night, zum 175. Geburtstag der Fotografie, findet in diesem Jahr am 18. September, um 20:15 Uhr wieder im Museum für „Angewandte Kunst Köln“, statt. Die Veranstaltung gilt seit Jahren als ein besonderes Highlight des Festivals der „Internationale Photoszene Köln“

Mit der Projektion ausgewählter Arbeiten, ergänzt durch Vorträge und moderierte Gespräche, geben renommierte Fotografen/innen wie aktuelle Newcomer Einblicke in ihre fotografischen Positionen, ihre individuellen Ziele und Arbeitsweisen.

Reportagefotografie und moderner Fotojournalismus ist das Thema der „Photographer’s Night 2014“.

Ein Auslöser für die Themenwahl war die Nachricht vom tödlichen Angriff auf die Fotografin Anja Niedringhaus. Nur ein Monat später starb ihre französische Kollegin Camille Lepage in der Zentralafrikanischen Republik.

Zur gleichen Zeit arbeitete Christoph Bangert an seinem erst kürzlich erschienenen Buch "War Porn", in dem er sich intensiv mit der Wirklichkeit und dem Alltag der "Kriegsfotografen" und Ihrer Fotografie beschäftigt.

    Fragen wie:
  • Ist es moralisch zu rechtfertigen als Fotograf/in in Krisengebieten zu arbeiten?
  • Was kann Reportagefotografie bzw. der moderne Fotojournalismus heute noch bewirken?
  • Welchem Präsentationsmedium gelingt eine adäquate Formulierung dieser sensiblen Bildinhalte?
  • werden u.a. im Mittelpunkt stehen.

Manfred Linke, der Initiator der „Photographer’s Night“, konnte auch in diesem Jahr hochkarätige Gäste für diesen Abend gewinnen.

Die international tätigen Reportagefotografen und Fotojournalisten, Christoph Bangert (Uster, CH), Daniel Etter (Berlin), Dominic Nahr (Nairobi, (Kenya)) und Gerd Ludwig (Los Angeles) werden an diesem Abend mit ihren Arbeiten und Positionen vorgestellt und versuchen Antworten auf die genannten Fragen zu finden.

Durch den Abend führt Dr. Jörg Biesler (Kulturjournalist und Rundfunkmoderator)

Tickets (19,00 € zzgl. VVK-Gebühr) unter www.photographersnight.de, oder Resttickets (24,50 €) ab 19.00 Uhr an der Abendkasse (Einlaß ab 19.45 Uhr).

Weitere Infos auch unter www.photoszene.de

Infos zu den Fotografen:


Christoph Bangert

Christoph Bangert ist ein international anerkannter Fotojournalist, der sich auf Reportagen von politischen Ereignissen und aus Kriegs- und Krisengebieten spezialisiert hat.

Er fotografierte bereits unter anderem in Afghanistan, Palästina, Libanon, Nigeria, Simbabwe, Japan und Darfur.

Seine Bilder erscheinen in namhaften Publikationen wie GEO, Time, Spiegel, FAZ und dem New York Times Magazine. 

Für die New York Times reiste er auch 2005 und 2009 für neun Monate in den Irak, wo er embedded bei amerikanischen, britischen und irakischen Truppen über den dort herrschenden Krieg berichtete.

Christoph Bangerts Arbeit ist geprägt von moralischen und ethischen Fragen, die er in seinem vor wenigen Wochen erschienen Buch „War Porn” frei von jeglicher (Selbst-)Zensur einem breiten Publikum stellt.

www.christophbangert.com


Gerd Ludwig

Gerd Ludwig studierte Fotografie bei Prof. Steinert an der heutigen Folkwang-Hochschule der Künste in Essen, war er Mitbegründer der Fotografenagentur VISUM und arbeitete für Zeitschriften wie Stern, Spiegel, Geo, Time und Life. Bald nach dem Umzug nach New York Mitte der 80er Jahre unternahm er seine ersten Reisen für National Geographic Magazine.

Der Fokus seiner Arbeit liegt auf ökologischen Themen und den sozio-ökonomischen Veränderungen in den ehemaligen Republiken der Sowjetunion. Diese Arbeit resultierte in dem Buch und der Ausstellung Broken Empire: After the Fall of the USSR (deutscher Titel: Russland – Eine Weltmacht im Wandel).

1993 fotografierte Gerd Ludwig erstmals Tschernobyl im Auftrag von National Geographic Magazine. Im Jahr 2005 kehrte er für mehrere Wochen in die Sperrzone und die vom Niederschlag betroffenen Gebiete in der Ukraine und Weißrussland zurück.

Zu dieser Zeit führte das politische Tauwetter in der Ukraine zu mehr Freizügigkeit und man gestattete ihm, tiefer in den verstrahlten Reaktor vorzudringen, als je ein anderer westlicher Fotograf und im Frühjahr 2011 fotografierte Gerd Ludwig erneut im Reaktor und dessen Umgebung.

Im Mai 2014 erschien als Ergebnis vieler Reisen in die Ukraine und Weißrussland sein dreisprachiger Bildband Der Lange Schatten von Tschernobyl (mit einem Essay von Mikhail Gorbatschow) im Verlag Lammerhuber in Wien.

Heute fotografiert Gerd Ludwig, der seit 20 Jahren in Los Angeles lebt, vornehmlich für National Geographic - aber auch für andere renommierte Zeitschriften und Buchprojekte. Er doziert an Universitäten, unterrichtet bei Workshops weltweit und seine Fotos werden international in Galerien und Museen ausgestellt. Neben vielen internationalen Auszeichnungen erhielt er 2006 den renommierten Lucie Award for International Photographer of the Year. Seit 2009 ist er Mitglied von INSTITUTE for Artist Management.

Gerd Ludwig wird am 20. 09. mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis 2014 der DGPh ausgezeichnet.

www.gerdludwig.com


Daniel Etter

Daniel Etter ist freier Fotograf und Autor. Er ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule, hat einen Magister in Politikwissenschaft und ist ein Stipendiat des Kathryn Davies Fellowships for Peace.

Seine Fotos sind unter anderem in der New York Times, dem TIME Magazine, Newsweek und im Stern erschienen.

Daniel Etters Foto der Gezi Proteste in Istanbul wurde vom TIME Magazine und der New York Times zu einem der besten Bilder aus 2013 gewählt – in der türkischen Stadt Izmir steht eine Statue, die dem Bild nachempfunden ist.

Seine Texte sind in der Zeit, der Süddeutschen Zeitung, NEON und anderen erschienen. Für seine Reportage aus Aleppo erhielt er 2013 den Axel Springer Preis.

www.danieletter.com


Dominic Nahr

Dominic Nahr, mit Sitz in Nairobi (Kenya), arbeitet als Fotograf für das TIME Magazine. Er wurde 1983 in der Schweiz geboren, wuchs in Hong Kong, studierte bis 2008 an der Ryerson University in Toronto und schloss dort seine Ausbildung mit einem Bachelor of Fine Arts (BFA) in Fotografie ab.

Für seine Arbeiten im Sudan, Somalia, Ägypten und in der Demokratische Republik Kongo, erhielt er Auszeichnungen wie den World Press Photo Award, Pictures of the Year, Sony World Photography Awards, sowie den Oskar Barnack Nachwuchspreis.

Seine Fotos, die die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den CNDP-Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo zeigen, wurden beim internationalen Festival Visa pour ‘image in Perpignan ausgestellt. Zu Dominics Kunden zählen u.a. The New Yorker, The New York Times Magazine, National Geographic, Stern, LFI, The Wall Street Journal.

Dominic Nahr arbeitet gerade an der Veröffentlichung einer Monographie über die Nachwirkungen des Erdbebens von Tohoku, des Tsunami und des nuklearen Fallout in Fukushima. Seine Arbeit zeigt ein besonderes Interesse an den unvermindert anhaltenden psychologischen und physischen Auswirkungen, die diese verheerende Umweltkatastrophe für die japanische Bevölkerung verursacht hat.

www.dominicnahr.com

Kontakt:
Manfred Linke (Konzept und Organisation)
UTOPIA IMAGES, Bildkonzepte
Kurfürstenstrasse 10
50678 Köln

Email: info@utopiaimages.de
Tel.: 0221 801 68 68
Mobil: 0172 71 60 098

 

Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK)
An der Rechtschule
50667 Köln
www.makk.de

 

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